2009
Lehrerwiese hat die Wiese schon geheißen, lange bevor diese parzelliert wurde und auf der Lehrerwiese und am Billrothweg 19 Häuser errichtet worden sind. Dem Lehrer in Weidlingbach wurde eine Wiese in Scheiblingstein, ursprünglich an Stelle eines Lohnes, später in Aufbesserung des kargen Gehaltes, als Deputat zur Verfügung gestellt, wo er seine Kleintiere (wahrscheinlich Ziegen und Schafe) weiden konnte. Davon kommt der Name Lehrerwiese.
Von 1938 bis 1954 war Klosterneuburg ein Teil von Groß-Wien (der 26. Wiener Gemeindebezirk). Als Scheiblingstein im Jahre 1954 wieder ein Teil von Klosterneuburg wurde, hat man auf die Lehrerwiese vergessen. Sie gehörte weiterhin der Stadt Wien. Über Initiative von Cäcilia Pressberger wurde dies im Jahre 1968 berichtigt und die Lehrerwiese vom neuen (alten) Eigentümer, der Stadtgemeinde Klosterneuburg, in 22 Bauparzellen aufgeteilt. Diese wurden am 5. Juni 1969 (also vor nunmehr 40 Jahren) von der Stadt Klosterneuburg vorzugsweise an Familien mit Kindern verkauft, mit der Auflage innerhalb von 10 Jahren ein Haus zu errichten und den ordentlichen Wohnsitz nach Scheiblingstein zu verlegen.
 
10 von den Grundstückkäufern im Jahre 1969 leben noch immer auf der Lehrerwiese, bzw. am Billrothweg.
Es handelt sich dabei um die Familien Angermair, Lahner, Meyer, Polt, Robitza, Ruess, Schimann, Turner, Wallner-Mühlbacher und Wind. Einige der Grundstücke wurden wenige Jahre danach weiterverkauft, bzw. von den Familien Repper, Tucek und Schmidt erworben, später kamen Frau Lubich und die Familie Glaser dazu, in den letzten Jahren Michael Maritsch, die Familie Danzinger und Daryabegi.
 
Vor 15 Jahren wurde auf dem "Dorfplatz" (Ecke Lehrerwiese/Billrothweg) "25 Jahre Lehrerwiese" gefeiert. Von mehreren Bewohnern der Lehrerwiese wurde vorgeschlagen, im Juni 2009 "40 Jahre Lehrerwiese" wieder auf dem "Dorfplatz" zu feiern. Dieser Vorschlag hatte großes Echo gefunden, ein Termin wurde daher vereinbart.
 

Das Fest fand am Samstag, 27. Juni 2009, ab 17:30 Uhr, statt.

 
 

 
Eine Nachlese von Peter Angermair:
 
Die Wettervorhersage für Samstag, den 27. Juni 2009, machte den Veranstaltern Sorgen:
Nach 3-tägigem Dauerregen und Überschwemmungen im ganzen Land, sagte die Wettervorhersage für Klosterneuburg (eine solche für Scheiblingstein gibt es noch nicht) zwar eine leichte Besserung für den 27. Juni vorher, aber am Abend sollte es doch wieder Regenschauer und Gewitter geben. Daher ergab sich die Frage: Soll das Fest, wie geplant am „Dorfplatz“ der Lehrerwiese stattfinden, soll ein anderer Termin festgelegt oder das Fest in das Karl Mühldorf-Heim verlegt werden? Eine klare Mehrheit der Veranstalter (Bewohner der Lehrerwiese und des Billrothwegs) entschied sich dafür, dass das Fest bei jedem Wetter zur geplanten Zeit, am geplanten Ort stattfinden soll.
Um gegen allfällige Regengüsse geschützt zu sein, wurden unter der Leitung von Manfred Repper und der tatkräftigen Mithilfe der Herren Wolfgang Danzinger, Daryusch Daryabegi, Michael Maritsch, Gerhard Srmcek, Kurt Tucek & Hans Turner Zelte aufgestellt und das Büffet unter dem überdachten Carport von Jutta Lubich platziert.
Vor dem Beginn des Festes gab es tatsächlich ein kleines Gewitter, aber dann war der Wettergott gnädig und verschonte die Feiernden vor weiteren Regengüssen. Die Veranstalter und deren Gäste hatten keine Mühen und Kosten gescheut, um ein Gelingen des Festes zu gewährleisten.
 
Jede Familie, bzw. jeder Teilnehmer leistete seinen Beitrag:
 
Die einen (vor allem die Damen) bereiteten hervorragende Speisen, wie einen riesigen Schweinsbraten, Würstel mit selbstgemachten Senf, Leberkäse, einen Lauch-Käsestrudel, verschiedene Aufstriche, hervorragende Mehlspeisen und Obstsalat, die anderen stellten Brot & Gebäck oder Getränke zur Verfügung: Bier, hervorragenden Wein (weiß & rot), feinsten Sekt von Hochriegl, Schnaps & Likör, Mineralwasser und Säfte. Maria Robitza spendete, trotz Abwesenheit, einen Kuchen.
Bald kam unter den Veranstaltern (Peter & Lilo Angermair, Wolfgang & Elfi Danzinger, Daryusch, Renata, Armin & Arian Daryabegi, Jutta Lubich, Michael Maritsch mit Freundin Agnes Orlicka & Sohn Dominik, Xaver & Helga Meyer, Margarethe Polt, Traude Pressberger, Manfred & Gertrude Repper, Gerhard & Hannelore Ruess, Hans & Nina Turner, Walter & Paula Wind) und den zahlreich erscheinen Gästen (Janos & Claudia Fath, Thomas, Gabi, Lisa, Melanie & Hannah Fruhmann, Fritz & Gerlinde Guschelbauer, Jutta Lubichs Tochter, Dietmar, Ursula & Thiemo Kohut, Monika, Fabian, Sara & Tobias Latzke, Ewald Lokaij, Willi Los, Otto Pelinka mit Frau, Ivo, Sigrid, Gregor, Agnes & Dora Petricevic, Wolfgang & Niki Scholze, Gerhard & Inge Smrcek, Franz Vogel mit Yvette Nemeths Tochter, Kurt & Gertrude Vosouch, Alfred & Doris Wimmer und sicher noch eine Reihe von anderen Gästen, deren Namen mir jetzt nicht einfallen) beste Stimmung auf.
Die Höherpunkte des Festes bildeten ein von Gerhard & Hannelore Ruess ausgearbeiteter und prämierter Scheiblingstein-Lehrerwiesen-Quiz und ein Feuerwerk, welches von Gerhard Smrcek gespendet worden ist.
Alexandra Halouska von der Lokalredaktion der NÖN berichtete in der Ausgabe vom 1. Juli 2009 ausführlich über das Fest und dokumentierte dies auch mit Fotos.
Gegen Ende der Veranstaltung kam auch noch Ortsvorsteher Heinz Uldrych (a.D.) auf ein Gläschen Wein vorbei.
Einstimmig wurde beschlossen, dass in 10 Jahren „50 Jahre Lehrerwiese“ gefeiert werden wird.

 

 

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